Der Zusammenhang von einer kuscheligen Textur und Geborgenheit

Dies ist ein Auszug aus dem Kapitel “Geborgenheit vermitteln” des Buches “Die sichere Bindung als beste Erziehung”, Band 2 der Buchreihe “Ich halte Dich”

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Es ist so einfach, allein schon über eine kuschelige Liegestatt mit Kissen zum Anlehnen­ dem ­Hund ­zu ­mehr ­Wohlbefinden zu verhelfen und damit seine Bindungsbereitschaft zu fördern.

Saba, eine unsichere Hündin unseres Tierschutzvereins „Hilfe für Herdenschutzhunde e.V.“ (www.herdenschutzhundhilfe.de) ­liebte ­es, ­sich ­regelrechte Bet ­Bettenburgen zu bauen. Sie zog sogar ihren Kumpeln die Decken unter ihnen weg, hortete sie und legte sich genießerisch auf ihren Kuschelhügel. Als sie zu kleineren Kindern vermittelt wurde, wurde diese Bettenburg dann auch die Fundstätte aller verloren geglaubter Stofftiere: Saba hortete auch sie und fühlte sich sichtlich wohl in ihrem Nest.

Die über einen Kuschelbezug vermittelte Geborgenheit war letztlich auch der Grund für die Affenbabys in Harlows unsäglichen Tierversuchen,­ sich­ bei ­der ­mit einem flauschigen Kuschelbezug überzogenen Drahtgestell-Mutter aufzuhalten und nicht bei der blanken Drahtgestell-Mutter, die dafür mit Nahrung aufwartete. Wenn es jedoch einzig bei dem Kuschelbezug bleibt und keinerlei liebevolle Nähe sowie Fürsorge gegeben wird, dann wundert es nicht, dass sich wie bei den Harlow-Affenbabys Verhaltensauffälligkeiten entwickeln.

Das Angebot an den Hund, einen sauberen, kuscheligen und angenehm temperierten Ort aufsuchen zu können, sollte immer vorhanden sein. Er wird diesen besonders in den Momenten aufsuchen, in denen er emotional auftanken muss. Ich erlebe immer wieder, wie sehr die von mir übernommenen Hunde aus schlechter Haltung – deren Fell klebt und ungepflegt ist und an dem regelrecht das erfahrene Leid hängt – sich genießerisch nach dem warmen Bad in die  frischen, behaglichen Decken kuscheln.

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